Samstag, 14. Juni 2014

Friedensidee Europa?

In der aktuellen Ausgabe der österreichischen Zeitschrift "Wegweiser Anthroposophie" erscheint folgender Aufsatz. Besonders freut es mich, dass so auch auf den 15. Geburtstag der Initiativ Gesellschaft EuroVision hingewiesen werden konnte.

Der Aufsatz im "Wegweiser Anthroposophie" mit dem Logo der
IG-EuroVision auf einer an Board der Bodensee-Fähre "Euregia" gehissten
Fahne, anlässlich der Gründung am 24. Juli 1999: Im Sternenkranz
der Gemeinschaft der dreigliedrige Mensch mit seinem Ich

Freitag, 13. Juni 2014

Dreigliederung und Gewaltenteilung

Auf meinem nicht explizit anthroposophischen Blog, "zapata33.com - die zukunft der revolution" habe ich einen Text veröffentlicht, der in aktualisierter Weise versucht, die Idee der Dreigliederung des sozialen Organismus kompakt für eine allgemeine Öffentlichkeit darzustellen.

Ausgangspunkt war eine Anfrage, zum Thema "Neue Gewaltenteilung" Stellung zu nehmen. Da dieser Aspekt in der Achberger Dreigliederungforschung in Gestalt einer ausdifferenzierten Souveränitätenlehre figuriert, war es naheliegend, die aktuellen sozialen Gestaltungsaufgaben unter dieser Perspektive zu beschreiben. 


Samstag, 15. März 2014

Blicke auf die Ukraine

Wie alle Zeitgenossen hat auch mich in den letzten Wochen das Schicksal der Ukraine beschäftigt. Ich möchte aus dem, was mich dabei befasste, drei "Splitter" mitteilen: Einen kurzer Text, den ich schon vor eineinhalb Wochen geschrieben habe, eine besondere Fügung, auf die mich ein Freund gestern aufmerksam gemacht hat und eine persönlich-überpersönliche Gegebenheit. Ich beginne mit dem kurzen Text, der entstanden ist, als ich mich eines Zitates von Rudolf Steiner erinnert habe.

In ideenlosen Zeiten ...



Picasso, 1949

War, was in der Ukraine geschehen ist, ein Putsch gegen einen demokratisch gewählten Präsidenten oder eine Revolution – ein „Kiewer Frühling“ – gegen einen Diktator? Hat die EU der Ukraine bloß einen Platz in ihrer friedlichen Völkerfamilie angeboten? Russland hingegen das Interesse, seine globale Größe in einem eigenen eurasischen Machtblock zu befestigen und ist dann das Vorgehen des Westen, der USA nicht doch darauf gerichtet, die Region zu destabilisieren, um solches zu verhindern? – Sind es die selben Strategien, die schon vor 100 und mehr Jahren betrieben wurden, um Russland zu schwächen, indem man die angrenzenden Regionen von der „russländischen“* Einflusssphäre abtrennt? Oder wird, gepaart mit politischer „Nullität“, aus kollektiven Gewohnheiten gehandelt und war es für die Akteure nicht vorhersehbar, dass die Annäherung der EU an die Ukraine Gespenster wecken würde und ein solches Vorhaben eine Sprengkraft enthielte, die sich jetzt auch entladen hat? Und wird das nicht alles in Kauf genommen, um letzlich wirtschaftlichen Einfluss auf den Energiemärkten zu sichern?

Samstag, 22. Februar 2014

Individualisierung und globale Solidarität

Unsere menschheitliche Verantwortung im
Spannungsfeld von "Individualisierung und
globaler Solidarität" – Kartenentwurf 2004
Unter dem Title "Individualisierung und globale Solidarität" findet vom 13. bis zum 21. April 2014 die Ostertagung des Internationalen Kulturzentrums Achberg statt.

Gefragt wird nach den geschichtlichen Herausforderungen im Spannungsfeld antisozialer Entwicklungs-Kräfte im Menschen und umfassender wirtschaftlicher Globalisierung der Welt sowie nach den sich daraus ergebenden Erkenntnis- und Sozialgestaltungsaufgaben von 2014-2018/19 und im ganzen ersten Drittel des 21. Jahrhunderts?

Weitere Informationen und Anmeldung auf der Webseite des Internationalen Kulturzentrums.

Die Tagung im im "Gedenk- und Verantwortungsjahr 2014" schließt mit der Zeitenkonstellation "100 Jahre Erster Weltkrieg" auch unmittelbar an die INKA-Weihnachtstagung an, über die ››› hier  ein erster Bericht erschienen ist.

Donnerstag, 30. Januar 2014

100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg: Europa im Zeitstau?

In den letzten beiden Tagen ist auf Anfrage der Wochenschrift "Das Goetheanum" ein kleiner Bericht zu unserer zurückliegenden Weihnachtstagung in Achberg entstanden. Wann er erscheinen wird, ist noch ungewiss.*) Für die Leser von "Gangandi Greidi" will ich den Text hier schon zur Verfügung stellen:

Allgäuer Winterlandschaft zur
Weihnachtszeit 2013
Vom 27. Dezember bis zum 6. Januar fand im Internationalen Kulturzentrum Achberg die Tagung „Zukunftsperspektiven Europas im Ringen um seine Identität“ statt. Mehrmals im Jahr treffen sich dort Menschen, um aus dem „Dreigliederungs-Impuls“ heraus die Aufgaben im Zeitgeschehen in den Blick zu nehmen. Dabei geht es sowohl um geisteswissenschaftliche Vertiefung als auch um die Perspektiven konkreten Tuns in politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Projekten.

Aus dem in der „Zeit als Realität“ (Rudolf Steiner) relevanten „Jahrhundertabstand“ wurde bei dieser Tagung begonnen, die Bedeutung des Ersten Weltkrieges näher zu bearbeiten. Dabei ging es um konkrete historische Fragestellungen, für die auch Markus Osterrieder, dessen umfassende Studie „Welt im Umbruch“ im März im Verlag Freies Geistesleben erscheinen wird, mit einem Beitrag gewonnen werden konnte. Aber auch um das gegenwärtige Europa ging es; um ein Europa, das auch heute, 100 Jahre nachdem auf diesem Kontinent die damaligen Konstellationen in die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts führten, um seine Identität ringt. Die vielen Parallelen, die dabei zu den Jahren um 1914 entdeckt werden können, beschäftigen mittlerweile auch Historiker und Journalisten, welche die Zusammenhänge freilich ohne die anthroposophische Dimension von Zeitgesetzmäßigkeiten im Walten der Geschichte betrachten.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachtsgruß

Ich wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest,
besinnliche Tage zwischen den Jahren und
produktive heilige Nächte!



Freitag, 20. September 2013

Ein apokalyptischer Blick auf den 11. September 2001 – 3. Teil

Zur Aktualität eines Werkes von Joseph Beuys:

Cosmos und Damian – ein apokalyptischer Blick auf den 

11. September 2001

3. Teil

Fortsetzung des ››› 2. Teils

Die Heilung der Wunde aus der Quellkraft der Idee:

Die Entdeckung eines neuen baukünstlerischen Repräsentanten (Typus) für das Gestaltprinzip des sozialen Organismus in der gegenwärtigen Epoche


"Für eine Welt nach dem Maß des Menschen"
Der vitruvianische Mensch von
Leonardo da Vinci
Es muss sich der apokalyptische Blick, wenn sich diese Disziplin recht versteht, immer auch die Frage stellen, was aus dem Erkannten nun folgt. So auch im Falle von „Ground Zero“, wie die Wunde in Manhattan gleich dem Ort einer Atomexplosion genannt wurde – und auch die Zusammenhang mit der Geschichte der Kernkraft mit den Ereignissen des 11. September 2001 könnte noch näher ausgeführt werden, was jedoch an einer anderen Stelle geschehen muss. Hier stellt sich jetzt die Aufgabe der Heilung dieser Situation. Es muss die Frage gestellt werden, was aus dem in der Gesamtkonstellation von Zeit und Ort des Geschehens in all den Zusammenhängen, die wir betrachtet haben, als die Heilung der Wunde verlangt wäre. Und da können wir hinweisen auf das, was Wilfried Heidt dazu schon ins Gespräch gebracht hat und was er mit den Fähigkeiten einiger seiner Mitarbeiter in einem Architektur-Modell erfahrbar machen konnte, ein Modell, durch das ein neuer baukünstlerischer Typus, der dann den Namen Medianum bekommen hat, in Erscheinung getreten ist.


Die klaffende Wunde am Ground Zero
Es war diese neue Architektur aus unserer Projektarbeit zur Verfassung der EU bereits ein Jahr vor den Ereignissen in New York hervorgetreten und konnte dann in einer besonderen Erscheinungsform als Möglichkeit zur Heilung der Wunde in Manhattan erkannt werden: Es entstand das Konzept eines World Communication Centers, eines Ensembles, das sich zusammensetzt aus drei schlanken, hochragenden Türmen mit einem vierten verbindenden „Tower“ in der Mitte, dessen Abschluss oben die vier sich durchdringenden Medianum-Kuppeln bilden, die baukünstlerische Verkörperung des sozialen Organismus auf der heutigen Stufe seiner Entwicklung; eine baugeschichtlich originäre, zuvor noch nie versuchte Konzpetion, dergestalt mit dem Element der Kuppel zu verfahren.

Montag, 16. September 2013

Ein apokalyptischer Blick auf den 11. September 2001 – 2. Teil


Zur Aktualität eines Werkes von Joseph Beuys:

Cosmos und Damian – ein apokalyptischer Blick auf den 

11. September 2001

2. Teil


Fortsetzung des ››› 1. Teils


Ortsgeschichte Manhattans und Gestaltungsmotive an der Architektur der Twin-Tower


Der dreigliedrige Bau der Twin Tower – Foto: Aaron Logan
Indem Beuys diesem Ort der Weltwirtschaft, wie er durch die Zwillingstürme des World Trade Centers repräsentiert war, die Namen dieses speziellen Brüderpaares hinzufügt, also den jeweiligen Baukörper von unten bis oben mit diesen beiden Namen markiert, ist objektiv gesagt: Die Weltwirtschaft soll in Zukunft dem Geist von Cosmos und Damian folgen, auch wenn sich mit der äußeren Architektur der Wolkenkratzer und ihrer triumphalischen Geste der entgegengesetzte Geist durchgesetzt zu haben schien, der Geist der Macht und des Geldes. Aber ist das wirklich so? Was zeigt sich, wenn man andere Elemente der Formensprache der Türme, von denen weniger als eine Ruine übrig blieb, einmal genauer betrachtet?


Zwischen den rippenartigen Strängen
entsteht die Form gotischer Spitzbögen
Dann sieht man, wie die Türme insgesamt in drei Abschnitte gegliedert waren. Also die Sache optisch eine Dreigliederung zeigt. Man hatte unten eine hohe Eingangshalle, oben zwei Ebenen, wo man die Lifte wechseln konnte, die sogenannten „sky lounges“ und ganz oben jeweils eine Aussichtsterrasse. So gliederten sich die Zwillingstürme horizontal dreifach. Aber auch bei der Fassadengestaltung spielte die „Drei“ eine wichtige Rolle, indem nämlich die rippenartigen Stränge, die von unten bis oben die Wolkenkratzer überzogen, immer in Bündeln zu je drei zusammengefasst waren. Diese Dreier-Bündel laufen auf der Ebene der Eingangshalle so auseinander, dass dazwischen die Form von gotischen Spitzbögen entsteht. Möglicherweise hat der Architekt, der Japaner Yamasaki, damit ein Motiv aus der Nachbarschaft des WTC aufgegriffen, wo es durch die nahestehende „Trinity Church“ in Erscheinung tritt. So kann man ja vielleicht sehen, wie Joseph Beuys hier schon durch diese Türme selbst aufmerksam wurde, einfach dadurch, dass es Brüder sind, Zwillinge und auch dadurch, dass sie selbst schon einiges zum Ausdruck bringen in der Formensprache – und ein Künstler achtet ja besonders auf die Formensprache – was da schon hinausweist über das, was da zunächst eigentlich zum Ausdruck gebracht werden wollte in den Intentionen, die aus den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen herrühren.

Freitag, 13. September 2013

Ein apokalyptischer Blick auf den 11. September 2001 – 1. Teil

Vorbemerkung: 


Der folgende Beitrag entstand im Juli 2006 im Anschluss an einen Vortrag, den ich im Rahmen eines Tagungswochenendes des Internationalen Kulturzentrums Achberg hielt, zu welchem anlässlich des 20. Todestag von Joseph Beuys (+ 23. Januar 1986) eingeladen wurde. Die Ausführungen sind eine überarbeitete Fassung dessen, was einleitend zur Arbeit am 22. Januar 2006 vorgetragen wurde und knüpfen auch an vorausgegangene gemeinsame Erkundungen an, wie wir sie in der kontinuierlichen Achberger Tagungsarbeit angestellt haben. Sie stellen so nur im geringeren Teil eigene Forschungsergebnisse dar. Mein Beitrag war hier mehr eine referierende Zusammenfassung dessen, was v.a. Wilfried Heidt – unmittelbar im Anschluss an die Ereignisse des 11. September 2001 und in Verbindung gebracht mit einer langjährigen Arbeit – dazu bereits ausgeführt hatte.

Als ich zum diesjährigen 11. September – 12. Jahre nach 2001 – auf einige Aspekte wieder aufmerksam wurde, habe ich mir den Text noch einmal vorgenommen und beschlossen, ihn etwas zu überarbeiten, um ihn hier zugänglich zu machen. Das soll nun in der Folge von drei Teilen geschehen.

Der Abstand von 12 Jahren mag unseren Blick vielleicht in einer besonderen Weise auf die damaligen Ereignisse lenken, ist es doch die selbe Zeitspanne, die damals vergangen war zu jenem anderen einschneidenden Ereignis, dem sog. „Fall der Mauer“ am 9. November 1989. Ein Ereignis, das, wie die folgenden Ausführungen zeigen wollen, eng mit dem 11. September zusammenhängt.

Aber auch liegt das in dem Vortrag in verschiedener Weise betrachtete Jahr 1973 nun die biblische Spanne von 40 Jahren zurück. So mag das Folgende auch ein Beitrag sein, dieses Jahr und die Taten, die dabei in den Blick genommen wurden, in ihrer Bedeutung für die Gegenwart zu besinnen.

Zur Aktualität eines Werkes von Joseph Beuys: 

Cosmos und Damian – ein apokalyptischer Blick auf den 

11. September 2001

1. Teil


Joseph Beuys, Cosmos und Damian, 1974
Ich werde heute versuchen, einen Zusammenhang darzustellen, der auf der Leinwand schon sozusagen sein Titelbild gefunden hat: eine Postkarte, die Joseph Beuys nach seinem ersten Besuch in New York 1974 geschaffen hat. Im Jahr zuvor, 1973, hatte ja das World Trade Center (WTC) in den beiden Türmen, die man auf der Postkarte sieht und die als die höchsten Gebäude New Yorks seit kurzem die Skyline der Stadt beherrschten, seinen Betrieb aufgenommen. Beuys schrieb auf diese Karte von unten nach oben auf jeden der Türme einen Namen: „Cosmos“ auf den einen und „Damian“ auf den andern. Als ob er der Welt sagen wollte: Die Botschaft, die mit diesen beiden Namen verbunden ist, soll das Wesen dessen benennen, was der Charakter der Weltwirtschaftin deren Dienst die beiden Türme, die Twin Towers ja standen – werden muss, wenn gut sein soll, was diese Weltwirtschaft in unserem Zeitalter für die Menschheit zu leisten hat. Was diese Botschaft ist, wollen wir zu ergründen versuchen.

Nicht nur diese Postkarte – sie war überhaupt nur wenigen Menschen bekannt –, sondern selbst das abgebildete Motiv, die beiden Türme des World Trade Centers, waren nicht so in aller Bewusstsein wie heute, nachdem die Weltöffentlichkeit durch den bekannten Terroranschlag vom 11. September 2001 mit ihnen konfrontiert wurde. Über den ganzen Globus hin konnte man mitverfolgen, wie zwei entführte Passagierflugzeuge in die Türme rasten und sie mit der Folge von tausenden Opfern zum Einsturz brachten.

Mittwoch, 22. Mai 2013

"Herrschen muß heute das Volk, eine Regierung darf nur regieren."

Am heutigen Tag im Jahr 1919 – noch am Beginn der "Dreigliederungszeit" – sprach Rudolf Steiner in einer Diskussion mit Arbeiterausschüssen großer Betriebe in Stuttgart folgende Worte:
"Wir stehen heute auf einem anderen Boden, und heute sind eben die Menschen nicht so, daß sie sich von kleinen Gruppen dasjenige diktieren lassen wollen, was sie zu tun haben, und daß sie bloß eine kleine Gruppe gegen eine andere kleine Gruppe austauschen wollen. Heute will schon ein jeder mittun. Heute ist die Zeit, in der man lernen muß den Unterschied zwischen herrschen und regieren. Es scheint ja allerdings so, als ob dieser Unterschied noch nicht gründlich genug erkannt worden ist. Herrschen muß heute das Volk, eine Regierung darf nur regieren. Das ist es, worauf es ankommt. Und damit ist auch gegeben, daß in einem gesunden Sinne heute die Demokratie notwendig ist. Deshalb habe ich auch keine Hoffnung, daß man mit den schönsten Ideen etwas erreichen kann, wenn man sie durch kleine Gruppen verwirklichen will und wenn man nicht getragen wird von der Erkenntnis und Einsicht der wirklichen Majorität der Bevölkerung. Die wichtigste Aufgabe heute ist, die große Mehrheit der Bevölkerung für das zu gewinnen, was man als Möglichkeit zur Veränderung erkannt hat. So stehen wir heute vor der Notwendigkeit, für das, was zuletzt wirklich an wahrer Sozialisierung erreicht werden wird, in demokratischer Weise die Mehrheit der Bevölkerung zu haben." (R. Steiner an einem Diskussionsabend in Stuttgart am 22. Mai 1919, GA 331, S. 68f) 

Richard Wagner 1842, Zeichnung von Ernst Kietz
Es war dieser 22. Mai 1919 Richard Wagners 106. Geburtstag. Daran sei heute an seinem 200. Geburtstag erinnert! Denn die Unterscheidung zwischen "herrschen" und "regieren" kommt auch schon bei ihm in origineller Weise zur Sprache. In seiner am 14. Juni 1848 in Dresden gehaltenen Rede, "Wie verhalten sich republikanische Bestrebungen dem Königthume gegenüber?"*, fordert Wagner klar die "Zuertheilung des unbedingten Stimm- und Wahlrechts an jeden volljährigen, im Lande geborenen Menschen". Seine Idee aber ist, dass das Regieren, die "vollziehende Gewalt" beim "Könighause" verbleiben könne. – Nachdem Wagner die "republikanischen Bestrebungen" in seiner Rede dargelegt hat, kommt er zu folgender Beschreibung seiner Vision: